"Job your Dog": Outdoorspass mit Hund

 

Frau Meyer kommt von der Arbeit nach Hause. Fiffi freut sich schon. Jetzt geht´s endlich los! Frau Meyer greift zur Leine und raus geht´s in den Wald. Nach einem harten Arbeitstag entspannt es sich wunderbar in der Stille des Waldes. Aber während Frau Meyer abwesend war, hat Fiffi geruht und freut sich jetzt auf „seine Arbeit“. Es kommt wie es kommen muss. Kaum im Wald angekommen sucht Fiffi eine Fährte und schon ist er im Wald verschwunden.

Völlig abgetaucht und kaum ansprechbar in der Welt der Gerüche versunken? Oder sogar schon "am Sprung"?

 

Was ist passiert?

 

Die Erklärung für dieses Verhalten liegt in der unterschiedlichen Sichtweise von Mensch und Hund. Frau Meyer kommt nach einem stressigen Tag nach Hause und möchte im Wald entspannen und sich an der Ruhe und der Natur erfreuen. Fiffi hingegen hat, während Frau Meyer gearbeitet hat, den ganzen Tag geruht und im Wald geht Fiffi nun seinem Lieblingsjob nach:

 

Nahrungsbeschaffung - Jagen

 

Fiffi sieht keinen Sinn darin, „einfach so“, also ohne Ziel durch den Wald zu laufen!

 

Diese unterschiedlichen Ansichten führen dazu, dass für Fiffi alles andere wichtiger ist, z. B. Wild und Wildspuren, andere Hunde, andere Menschen, etc.

 

Jagen ist für viele unserer Hunde ein Grundbedürfnis, welches sie befriedigen wollen. Das sollten wir uns zunutze machen indem wir unserem Hund ein entsprechender Partner sind und zusammen auf die Jagd gehen. Natürlich wollen wir kein Wild erlegen, aber wir können unseren Hunden einen abwechslungsreichen Spaziergang mit gemeinsamen Zielen bieten, bei dem sie und wir auf unsere Kosten kommen.

 

Anatomisch gesehen hat ein mittelgroßer Hund übrigens ein ca. 15 mal größeres Riechfeld als der Mensch. Hunde haben bis zu 220 Mio. Riechzellen, während wir Menschen gerade mal über schlappe 5 Mio. verfügen. So ist es für uns Menschen oft unvorstellbar, dass Hunde ihre Umwelt hauptsächlich und sehr intensiv über die Nase wahrnehmen. Hunde bewegen sich in einer geruchlichen Welt, die uns Zweibeinern leider völlig verborgen bleibt.

 

Das Jagdverhalten wird durch die Instinkte des Hundes gesteuert. Er ist bemüht mit möglichst wenig Energieaufwand eine möglichst große Ausbeute zu erzielen. Es ergibt sich somit eine auf den Energieverbrauch aufgebaute Hierarchie der Sinne:

Niedriger Energieverbrauch: Augen -> Sehen

Mittlerer Energieverbrauch: Ohren -> Hören

Hoher Energieverbrauch:Nase -> Riechen

 

Dieses Wissen macht es uns möglich verschiedene Übungen in Ihrem Schwierigkeitsgrad zu erhöhen.
So beginnt man damit, Gegenstände sichtbar zu verstecken und erschwert die Übungen später, indem man Gegenstände außerhalb der Sicht des Hundes positioniert.
Da Nasenarbeit die meiste Energie verbraucht, wird der Hund optimal ausgelastet. 20 Minuten Nasenarbeit können das lange Fahrrad fahren oder Joggen gehen ersetzen. Der Hund wird dabei nicht nur körperlich, sondern vor allem geistig gefordert.

 

Hierzu gibt es verschiedene Übungen und Methoden, wie z. B.:

 

  • die Leckerchensuche
  • die Menschensuche
  • die Dummyarbeit
  • die Fährtenarbeit
  • die Objektsuche.

 

Erfahrungsgemäß befriedigen Abenteuerspaziergänge die Bedürfnisse beider Parteien.

Außerdem fördern sie die Zusammenarbeit zwischen Hund und Mensch, schaffen ein gemeinsames Ziel und bereiten allen Beteiligten viel Spaß.

 

An dieser Stelle setzt unser Workshop an:

 

Es gibt zwei Kursformen:

 

1. Kurs für Teilnehmer die schon mit einem Futter-Dummy gearbeitet haben: 6 x 1,5 Std.


2. Kurs für Teilnehmer die noch keine Erfahrung mit einem Futter-Dummy haben: 8 x 1,5 Std.

 

(In den ersten beiden Stunden gibt es eine Einführung in die Arbeit mit dem Futter–Dummy.)

 

Anmelden könnt Ihr euch unter: tina-bianca82@gmx.de

Ich freu mich auf euch und eure Hunde.

Tina Geiß