Basiskurs (I und II): Von der Pieke an...ODER Teambildung ist alles


Im Idealfall schließt der Basiskurs gleich an die Welpengruppe an, ABER...

 

Erfahrungsgemäß ist jedoch oft erst der Basiskurs der Einstieg in die Hundeschule. Daher finden sich auch immer wieder Teams zusammen, die mit Hunden kommen, die durchaus älter sind als 5 Monate und die noch wenig, manchmal keine Grundlagenkenntnisse durch die Welpenarbeit bei uns sammeln konnten. Wir berücksichtigen dies natürlich und besprechen auch im Nachhinein in diesen Kursen alles Wichtige, quasi von der Pieke an.

 

Wenn du also die wunderschöne, anstrengende, nervenaufreibende, und spannende Zeit mit deinem Welpen hinter dich gebracht hast, ab dieser Kursform neu einsteigst oder aus einer anderen Hundeschule oder einem Verein kommst, wird es Zeit für einen Basiskurs, in dem für Mensch und Hund der Grundstein für ein entspanntes Miteinander im weiteren Leben gelegt wird. Ebenso sinnvoll ist diese Kursform für dich, wenn du deinen Hund erst im Junghund- oder Erwachsenenalter bekommen hast. Mensch und Hund lernen gemeinsam in kleinen, festen Gruppen die Bedeutung aller wichtigen Signalwörter, wie „Sitz, Platz, Fuß, Hier, Zu mir“, das Einhalten von gesetzten Tabus und noch einige andere mehr.

Motto: MIT dem Hund sprechen anstatt ZUM Hund

 

Wichtig ist es, dass du die Motivation deines Hundes, sein Verhalten und seine Sprache verstehst. Nur dieses Verständnis garantiert dir, dass du dich deinem Hund auch verständlich mitteilen kannst!

 

Die Menschen müssen lernen, in ihren Signalen und ihrer Kommunikation deutlich und verständlich und mit dem Hund konsequent zu sein und auch zu bleiben. Kommunikation ein wichtiges Thema und die Grundlagen des hündischen Verhaltens und hündischer „Sprache“ werden verständlich vermittelt, so dass jeder Zweibeiner hinterher sehen und verstehen kann, ob und warum sich sein Hund beispielsweise gerade beschwichtigend die Schnauze leckt oder seinem Junghund-Kumpel mal zeigen möchte, was ´ne Harke ist.

Das „Mofa-Alter“

 

Durch diese Kursform hast du begleitende Hilfe durch die manchmal etwas schwierige „Findungsphase“ oder auch Pubertät deines Hundes, von uns auch gerne „Mofa-Alter“ genannt. Uns ist wichtig, dass du verstehst, was gerade in und mit deinem Hund passiert, warum du besonders in dieser manchmal schwierigen Phase unbedingt Ruhe bewahren und durchhalten solltest und warum am Ende doch alle Mühen lohnen.

Alltagsrelevante Inhalte

 

Ungewöhnliche Abläufe und viele alltagsrelevante Übungen machen das Training zur Besonderheit. Auch in der Basisarbeit werden die Hunde (ähnlich wie in den Welpengruppen auch) mit allen alltagsrelevanten Dingen wie z.B. Verkehr, Rollstuhl, Gehhilfen, Einkaufswagen etc. konfrontiert.

 

Der Spaßfaktor

 

Gemeinsame Spiele von Mensch-Hund-Teams, die manchmal gegeneinander antreten, stärken die Gruppe, die einzelnen Beziehung zueinander und erhöhen natürlich den Spaßfaktor. Ebenso arbeiten wir weiterhin mit verschiedenen Geräten wie Rampen, Stegen, Treppen etc. ganz nach dem Motto Kooperation, Koordination, Konzentration.

 

 

Ich weiß, dass ich nichts weiß?

 

Auch die Theorie kommt nicht zu kurz. Über alles wird gesprochen, was von Interesse ist. Beispielsweise über „richtiges Spielen“ mit dem Hund, Lernverhalten, Motivation, Abenteuerspaziergänge, Aggressionsverhalten, Jagdverhalten, Rechtsgrundlagen, Themen zur Pflege und Gesundheit... um nur einige zu nennen. Zu einzelnen Theorieteilen kommen auf Wunsch Vorträge oder DVD-Abende hinzu! Denn nur wer versteht und begreift, kann authentisch handeln.

 

 

Reger Austausch


Du hast die Möglichkeit zum aktiven Austausch mit anderen und oftmals bilden sich Bekanntschaften oder sogar  Freundschaften. Gemeinsame Spaziergänge machen das Leben außerhalb der Hundeschule noch schöner.


Auch in dieser Kursform wird in einer festen Gruppenbesetzung gearbeitet. Ein immerwährendes Kommen und Gehen von Termin zu Termin bringt nicht nur Unruhe in die Gruppen, sondern wird auch den einzelnen Teilnehmern oft nicht gerecht. Durch die kleinen, festen Gruppen entsteht schnell ein Wohlfühlklima, so dass sowohl der Mensch als auch der Hund entspannt lernen kann.

Ein Training mit "Fremdkontakt" ist jedoch wichtig und wird von uns organisiert, entweder mit von uns mitgebrachten Hunden oder auch mal beim Begegnungstraining mit der Folgegruppe!

 

Echt praktisch...

 

Bei den praktischen Übungen geht es für die Hunde manchmal über kleine Hürden und Stege, ein andermal wird von Mensch und Tier volle Konzentration gefordert, wenn alle Hunde zwar abgeleint sind, sich aber nur an ihrem Menschen orientieren sollen, der sich gerade einem anderen Mensch-Hund-Gespann nähert, um eine Begrüßung zu üben, bei der sich zwar die Menschen, nicht jedoch die Hunde "Guten-Tag" sagen sollen. Wir machen beziehungsfördernde Suchspiele und Vertrauensübungen, ebenso wie die wichtigen Übungen, dass der Hund auf Zuruf nichts Fressbares vom Boden aufnimmt, sich aus dem Spiel abrufen lässt... Dies und vieles mehr wird besprochen, gezeigt und dann gemeinsam umgesetzt.

Auch hier gibt es für dich jede Menge Unterlagen zum jeweiligen Übungsaufbau und natürlich viel Wissenswertes in der Theorie, auch zum Zu-Hause-in-Ruhe-nachlesen.

 

Der Basiskurs ist sowohl die Grundlage für das „normale“ Leben, als auch für das weitere Hundeschul-Leben, da er Voraussetzung für fast alle weiterführenden Kurse (Sport) ist. Eben die Basis!

 

Die Unterscheidung von Basis I und II hat sich in der Erprobung als gut erwiesen und kann verstanden werden als „Einsteigerkurs“ (Grundlagenarbeit) und „Fortgeschrittenenkurs“ (Arbeit auch ohne Leine, Anti-Jagdtraining etc.).

Wie lange sich eine Gruppe in Basis I befindet bis zum Wechsel in II, ist gruppenabhängig und wird immer gemeinsam mit den Teilnehmern beschlossen!

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