Der Erweiterungskurs: Die Königsdisziplin

 

Nach der Grundausbildung (Basis I und II) ist das die „Königsdisziplin“. Nachdem vorrangig in entspannter und ruhiger Atmosphäre geübt wurde, gehts nun raus in die Welt. Keine Trainingsstunde findet jetzt noch auf dem Außengelände oder in der Halle statt. Die Teilnehmer haben nun all ihr Rüstzeug bekommen, was wir aufbringen und mitgeben konnten.

 

Wir trainieren in diesem auf 10 Termine begrenzten Kurs in allen Alltagslagen (Tierpark, Fußgängerzone, Wald und Wiesen, Märkte etc.). Wir sind stolz auf die Teams, die bis hierher durchgehalten haben. Es ist mir immer eine wahre Freude, wenn ich die Menschen sehe, die ihre Erfolge aber auch Niederlagen in der Grundausbildung durchlebt haben und nun hier angekommen sind. Selbst die größten Zweifler gehen nun 10 cm größer aus jeder Trainingsstunde und das mit Recht. Und wir tun es als Trainer auch, denn bis hierher haben wir sie begleiten dürfen!

 

Dieser Kurs schließt mit einer „internen Verhaltensüberprüfung“ ab. Getestet wird nicht nur der Gehorsam und die Sicherheit des Hundes in allen Lebenlagen, auch der Umgang des Besitzers mit dem Hund spielt für uns eine große Rolle. Wir kennen unsere „Pappenheimer“ und beurteilen jeden Hund nach seinen rassetypischen Anlagen und scheren nicht über einen Kamm.

Da wir einen einmaligen Test für eine Momentaufnahme halten, schauen wir uns die Gespanne an drei unterschiedlichen Tagen an. Jeder Tag hat einen anderen Schwerpunkt:

 

 

TRAINING IM TIERPARK

 


 

Im Tierpark wird unter erschwerten Bedingungen und großer Ablenkung trainiert. Die Tiere dort sind neugierig und haben bis auf wenige Ausnahmen keinerlei Berührungsängste.

Das oberste Ziel sind „Unbefangenheit und Zuverlässigkeit der mitgeführten Hunde“. Die Hunde sollten jederzeit ansprechbar und aufmerksam sein, egal wie stark der ablenkende Reiz auch sein mag.

 

 

 

 

In der Abschlußprüfung schauen wir uns neben dem allgemeinen Verhalten Menschen und Tieren gegenüber die Leinenführigkeit (konstantes Laufen an lockerer Leine auf Höhe des Menschen), Sitz, Platz (inkl. Ansprache durch eine fremde Person) und lange Ablage (auch außer Sicht), das aufmerksame Fuß vorbei an Reh, Lama & Co und noch so einiges mehr an.

 

Auch ein Abbruchsignal sowie das Verbot der Aufnahme von Fressbaren sind feste Bestandteile des Training.

 

 

TRAINING IN DER STADT

 

Mit dem Ziel, dass der Hund ein freundlicher, sicherer und zuverlässiger Begleiter in allen Situationen ist, besuchen wir auch verschiedene belebte Orte wie z.B. Fußgängerzonen.

 

 

Kontakte zu fremden Menschen, bei denen der Hund gehorsam und freundlich ist, gehören ebenso dazu wie die Sicherheit in ungewöhnlichen Lebenslagen.

 

 

Einfahrenden Züge am Bahnhof, das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln, das sichere Überqueren stark befahrener Straßen sowie das Fahren mit dem Aufzug oder das Bewältigen von Treppen und Zugängen mit automatisch öffenen Türen, all das sind bei uns übliche Anforderungen an den Hund als unauffälligen Begleiter.

 

 

 

 


 

 

Eine gute Leinenführigkeit, die lange Ablage auch ohne Besitzer, Passieren eines fremden Hundes, Nicht-Aufnahme von Fressbarem und vieles mehr wird geübt und ist am Ende des Kurses auch Prüfungsinhalt.

 

 

 

 

 

 

 

 

AUSSENTEIL

 

Der Außenteil gleicht einer Wesens- bzw. Verhaltensüberprüfung. Bei diesem Training und der abschließenden Prüfung stellen Hund und Halter unter Beweis, dass sie sich in der Öffentlichkeit jederzeit sicher bewegen können. Dazu gehört, dass der Hund in allen Situationen souverän bleibt, egal ob es Unbefangenheit gegenüber anderen Passanten, Joggern, Radfahrern & Co ist oder das Konfrontieren mit visuellen und akustischen Reizen.

 

In dem abschließenden (leider nicht anerkannten) Gutachten werden alle Übungen und Situationen, der Ausbildungsstand und das Verhalten des Hundes bewertet. Außerdem gibt es für jeden schriftlich eine ganz persönliche Empfehlung für die Zukunft.

 

Viele unserer Leute und Hunde sind uns bis dahin ganz arg ans Herz gewachsen, so dass wir uns sehr freuen, wenn wir sie im Sport wiedersehen.